
Vor vier Jahren noch war Präsident
Wiktor Juschtschenko jemand, auf
den der Westen und weite Teile der ukrainischen
Bevölkerung große Hoffnungen
setzten. Sie versprachen sich von ihm einen
demokratischen Neubeginn. Doch
zumindest sein Volk hat längst alle Hoffnung
fahren lassen, Juschtschenkos Zustimmungswerte
sind unter zehn Prozent
gefallen: Während das Land wirtschaftlich
am Rande des Zusammenbruchs
steht, führt der Präsident weiterhin einen
erbitterten Machtkampf gegen seine
einstige Verbündete, die populäre Premierministerin
Julija Timoschenko.
Gegen ihren Widerstand und trotz Warnungen
von Politikern der Europäischen
Union will Juschtschenko im Dezember
Parlamentswahlen durchführen lassen –
die dritten in drei Jahren. Nicht nur die
Anhänger Timoschenkos, sondern auch
viele internationale Beobachter sehen in
Juschtschenko nur noch einen Mann,
dem es allein um
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